
14 Fragen an Klaus:
1. Wie lange machst Du schon Musik
Musik mache ich seit meinem 15. Lebensjahr. Ich bekam
von meiner Tante eine Gitarre geschenkt, gegen den Willen
von allen anderen Familienmitgliedern, aber noch heute muss
ich dieser Tante sehr dankbar sein.
2. Wie bist Du zur Musik gekommen?
Eigentlich durch meinen Vater der damals
hobbymäßig in einem Ärzteorchester spielte.
3. Hast Du musikalische Vorbilder?
nein
4. Welches Equipment benutzt Du
Heute eine Gibson Les Paul Tokai, früher eine Custom.
Ansonsten habe ich
sicher eine sehr gute Gitarrenanlage,
aber ins Detaill werde ich nicht gehen.
5. Welches war Dein bislang beeindruckenstes Konzerterlebnis?
Ein Festival 1978 in der Kölner Sporthalle; wir waren neben vielen
internationalen Top Acts die einzige deutsche Band. Ich erinnere
mich an folgende andere Bands die dort auch auftraten,
AC/DC, Black Sabbath – Ozzy und Geezer Butler haben mich
stark beeindruckt – Whitesnake mit David Coverdale (mit ihm
hatte ich ein sehr langes
und intensives Gespräch), Jethro Tull.
Die Namen der anderen Bands sind mir entfallen.
6. Verfolgst Du noch das Wirken der anderen Jane Formationen? Hast Du eine Meinung dazu?
Nein, das verfolge ich überhaupt nicht. Es interessiert mich auch nicht. Mir
kommt das so vor, als wenn jemand behauptet, die rote Grütze von Doktor Oetker
hätte er nochmal erfunden; viele spielen sich auf, sind aber letztendlich nur Trittbrettfahrer.
Ich habe keine Probleme damit, dies ganz deutlich zu formulieren; natürlich weiß ich das
ich damit polarisiere, aber letztendlich wird immer die Wahrheit siegen.
Wie stehst Du dem Konzertabend am 1.4.2010 gegenüber, also Werner Nadolnys Jane
und Mother Jane an einem Abend?
Sicher für die Fans ein interessanter Abend. Wir werden ein geiles Konzert für die Fans
abliefern. Und das, weil wir gerne spielen. Mit Werner Nadolny zusammen treffen muss ich nicht,
auch mit einigen anderen Herren dieser Band möchte ich das unbedingt vermeiden; aber wenn der Fan
unsere Musik hören möchte habe ich kein Problem an diesem Happening teilzunehmen.
(Hinweis des Administrators:
Das Konzert wurde mittlerweile seitens des Veranstalters abgesagt.
Mother Jane haben diese Entscheidung unterstützt und stehen
voll und ganz dahinter. Im Moment schließen Mother Jane einen
gemeinsamen Auftritt mit Nadolny in der Zukunft komplett aus.)
7. Hast Du noch Kontakte zu ehemaligen Mitstreitern aus der damaligen Krautrockszene oder
auch ehemaligen Bandmitgliedern?
Nein, außer dem normalen „Hallo“ wenn sich mal in Hannover oder so begegnet nicht.
Natürlich gibt es einige Musiker die ich weiterhin schätze, z.B. Martin Hesse, Manni Wieczorke und
auch Pedja der ja in Paris lebt.
8. Kannst Du eigentlich mit dem Begriff Krautrock was anfangen oder ist der eher nervend und contraproduktiv?
Ich mag den Begriff nicht.
9. Welche Musik interessiert Dich heute?
Vor allem Creed, aber auch Bush oder Silverchair
10. Ihr habt nun ein neues Album aufgenommen-In Dreams-. Und wie wir verfolgen
können, geht Mother Jane ja nun auch seit langer Zeit wieder häufiger auf die Bühne.
Was ist Dein Ziel mit Mother Jane?
Ich habe mein Gitarrenspiel verändert, weg vom klassischen Stil. Durch das Umstimmen
der Gitarre, der Gitarrist von Creed hat mich dazu inspiriert, ergeben sich ganz neue Möglichkeiten;
es macht wieder Spass (den hatte ich nämlich eine Zeitlang verloren) und alles klingt moderner,
alles hat mehr „Wumms“. Außerdem interessiert es mich brennend, ob ich mit meinem Talent
auch heute noch die Zuhörer begeistern kann. Es geht nicht darum, auf einen laufenden
Jane Zug aufzuspringen; totaler Quatsch. Die spielen heute noch hauptsächlich meine Sachen,
wer da wohl wo aufspringt. Egal. Ich mache mein Ding und ich denke wir als Mother Jane werden überzeugen.
Es ist mir eigentlich auch egal wieviele Besucher zu den ersten Gigs kommen; wir müssen uns erstmal
wieder nach oben spielen; wir spielen einfach gerne, haben so ein Hochgefühl dabei, und da ist es
egal ob vor 5 oder 200 Besuchern. Es macht einfach Spass.
11. Wie geht es Dir eigentlich so? Also persönlich? Man hat ja immer die unterschiedlichsten Storys gehört.
Mir geht es sehr gut. Ich kann da alle beruhigen. Ich bin nicht verbittert, auch wenn das einige gerne so
auslegen wollen, ich stehe absolut mit beiden Beinen auf dem Boden und habe auch so etwas wie den
inneren Frieden gefunden.
Um dahin zu kommen habe ich viel meditiert, Vollkommenheit angestrebt, aber irgendwann
kam der Punkt, da sagte ich mir, mach einfach wieder Musik. Meine Familie und meine Kinder
sind mir megawichtig und waren viele Jahre mein Lebensmittelpunkt. Nur möchte ich auf keinen Fall
wieder etwas mit Lügnern, Kriminellen usw. zu tun haben. Ich bin ein nach Harmonie strebender Mensch.
12. Man hat Dich gerne als Klaus Kinski der deutschen Rockmusik bezeichnet?
Totaler Quatsch oder magst Du diesen Vergleich?
Alleine von meinem Aussehen her wurde ich oft, gerade im Ausland, verwechselt.
Ehrlich gesagt mag ich den Vergleich und kann gut damit leben.
13. Hast Du ein Lebensmotto?
Ich möchte mein Karma nicht belastet wissen.
14. Welches Sternzeichen bist Du?
Skorpion
Aktualisiert (Montag, den 08. Februar 2010 um 08:23 Uhr)